Suche
Neues Oberurseler Heft
Oberurseler Heft zum Beitritt der Altlutheraner zur SELK
„Und es geschah doch 19 Jahre später ... Der Beitritt der Evangelisch-Lutherischen (altlutherischen) Kirchen in der ehemaligen DDR zur Selbständigen Ev.-Luth. Kirche 1991": So lautet der Titel eines neuen Oberurseler Heftes, das aus Anlass des 20. Jahrestages des Beitritts erschienen ist.
Als sich im Jahr 1972 in der Bundesrepublik Deutschland die (alte) Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche und die Evangelisch-Lutherische Freikirche nach einem langen Annäherungsprozess zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zusammenschlossen, war den „Altlutheranern" (und auch der Evangelisch-Lutherischen Freikirche) in der DDR dieser Schritt wegen der politischen Teilung Deutschlands verwehrt. Mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands konnte die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche in der DDR 19 Jahre später die Entscheidung des Westteils von 1972 auch für sich verwirklichen.
Die Herausgeber des Oberurseler Heftes Nr. 51, Prof. Dr. Gilberto da Silva, Kirchenhistoriker an der Lutherischen Theologischen Hochschule der SELK in Oberursel, und Pfarrer Stefan Süß, Rektor des Naëmi-Wilke-Stiftes in Guben, haben einige Akteure jener Tage vor 20 Jahren zu Wort kommen lassen, um so der Öffentlichkeit ein Bild des Zusammenschlusses, der sich in nur zwei Jahren ereignet hat, von Anfang 1990 bis zur rechtlichen Umsetzung am 1. Advent 1991, zu liefern.
Die Autoren aus Ost und West schreiben aus verschiedener thematischer Perspektive bezogen auf ihre damalige kirchenleitende Tätigkeit. Angereichert ist der Band auch durch Einzelbeiträge, die die Erfahrungen der kirchlichen Arbeit in der ehemaligen DDR beleuchten. Das Heft enthält Beiträge von Prof. Dr. Gilberto da Silva, Propst i.R. Klaus Ketelhut, Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne, Propst i.R. Gerhard Hoffmann und Rektor Stefan Süß. Hinzu kommen zahlreiche Dokumente, die sich sonst nur in Kirchenarchiven befinden und hier zum Teil erstmals abgedruckt werden. Einige historische Fotos aus der Zeit der deutschen Teilung und von den für die kirchliche Vereinigung entscheidenden Synoden sind ebenfalls beigegeben. Eine chronologische Tafel der Ereignisse 1989 bis 1991 sowie ein Namens-, Orts- und Sachregister runden das Werk ab.
Die Oberurseler Hefte stellen ihrem Selbstverständnis nach „Studien und Beiträge für Theologie und Gemeinde" dar und werden von der Fakultät der Oberurseler Hochschule herausgegeben. Heft 51 kann zum Preis von 6,80 Euro zzgl. Porto direkt bei der Hochschule bestellt werden: versand@lthh-oberursel.de
--------------------
Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK - Gesamtkirche /
selk_news werden herausgegeben von der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK),
